Die besten Tweets im Juni

Von Mainboarder am 1.07.2015 veröffentlicht
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Ein Ende mit Schrecken

Von Mainboarder am 29.06.2015 veröffentlicht
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Nun ist es so gut wie besiegelt. Griechenland ist pleite. Seit 1995 bis 2005 war das Schuldenniveau immer annähernd bei 100% des BIP. Für mich als Laien ist damit schon seit 1995 pleite und die Versuche Geld hineinzupumpen waren – nun ja auch faktisch – lediglich ein Verzögern.

Ein fassungsloser Steinmeier, ein entsetzter Gabriel und andere Ausdrücke sollen zeigen, wie angeblich verantwortungslos die griechische Regierung handelt.

Doch ich sehe das anders.

Es ist klar, die Konsequenzen für Griechenland werden jetzt unangenehm. Allerdings sind die Einschnitte doch schon seit den Troika-Auflagen massiv.

Es wurde diszipliniertes Sparen gepredigt. Auch von Deutschland. Das gleiche Deutschland, welches nach der Wirtschaftskrise 2008 ein Konjunkturpaket 1 und 2 aufgelegt hat. Das gleiche Deutschland, welches eine Abwrackprämie einführte um die Automobilindustrie zu neuem Schwung zu verhelfen.

Kurz: das gleiche Deutschland welches durch Antifiskalpolitik konsequent durch Krisen hindurch kommt und investiert, wenn die Wirtschaft schwächelt.

Letztlich lag die Wahl zwischen Pest und Cholera.

Es ist ein Wunschdenken, aber was genau spricht gegen eine Griechenlandurlaubprämie? Wer seinen Urlaub in Griechenland verbringt, dessen Urlaub wird mit einem Teil vom Staat gefördert. Dies hätte einen positiven Effekt auf die griechische Wirtschaft und sowohl die Griechen, als auch alle Bürger teilnehmender EU-Länder hätten etwas davon. Was für Deutschland die Autos, das würde für Griechenland der Tourismus werden. Wein, Entspannungs- und Abenteuerurlaub, etc. Das ist für mich effektvoller als die bisherigen Maßnahmen.

Bislang wurden die geflossenen Milliarden letztlich nur in den Schlund irgendwelcher Banken geworfen. Es ist daher schlicht falsch, wenn die Bild ihre “Die gierigen Griechen”-Kampagne fährt und wäre richtiger statt Griechen Banken, Fonds, Hedgefonds und Gläubiger in der Headline zu verwenden.

Dass es nämlich auch ohne Gläubigerbefriedigung geht, hat Island gezeigt.

Wer sein Geld anlegt, geht immer ein Risiko ein. Dieses wird durch den Zins ausgedrückt. Nur wenn man immer alles und jeden rettet, dann ist Investition in wenig riskante Geschäfte sinnlos.

Ich finde daher auch die Besetzung von Varoufakis, als Experte für Spieltheorie sehr sinnvoll.

Was bringt es Griechenland immer weiter Schulden gegen Sparauflagen aufzubürden? Man ist auf Jahrzehnte weiter in der Hand der Gläubiger und auf ihren guten Willen angewiesen. Allerdings haben die gar kein Interesse, dass Griechenland seine Schulden tilgen kann. Es reicht, wenn die Zinsen pünktlich gezahlt werden. Eine neue permanente Einnahmequelle entsteht. Personen wie beispielsweise Paul Singer haben Staatsschulden für sich als lukrative Einnahmequelle entdeckt. Indem günstig Schulden aufgekauft werden und dann mit aller Macht vor Gericht durchgesetzt werden. Die Spanne zwischen Schuldenwert und Kaufwert ist dann der Gewinn.

Auch Deutschland hat kein Interesse am Genesen Griechenlands. Ebenfalls aus den Schuldtilgungsgründen, aber auch wegen seiner Exportwirtschaft.
Griechenland zieht den Euro im Verhältnis zum US-Doller herunter. Damit kann billiger vom Ausland in Deutschland eingekauft werden. Das freut die Wirtschaft, das Finanzamt und auch Herrn Schäuble.

So gemeinschaftlich ist die Währungsunion also gar nicht und die Verhandlungen eher ein gegeneinander als ein miteinander. Deswegen ist Varoufakis auch richtig in seiner Position.

Und Schlussendlich scheint es mir auch sinnvoller ein Ende mit Schrecken zu haben, als ein Schrecken ohne Ende. Ja es wird unangenehm, aber das ist es sowieso schon. Und es ist schaffbar. Argentinien hat schon acht Staatspleiten hinter sich. Deutschland hat schon angeboten humanitär zu helfen, damit die Effekte nicht so krass in Griechenland auftreten.

Wer sich nun noch um unser aller Geld sorgt: es hat nie existiert. Die Europäische Zentralbank schafft und vernichtet Geld, wie sie es für richtig hält, da wir Fiatgeld haben.

Gefälschte Mails im Namen von Mainboarder.de im Umlauf

Von Mainboarder am 25.06.2015 veröffentlicht
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[English version below]

Seit Sonntag erhalte ich hin und wieder Backscatter Mails in denen Mailadressen von meiner Domain verzeichnet sind. Diese enthalten Links auf fragwürdige Seiten, sind (bislang) auf Englisch verfasst und wirken wie typische Spammails.

Da hat jemand offene Mailrelays gefunden und kann mit diesen falsch konfigurierten Servern Mails im fremden Namen verschicken. Da ich das Sender Policy Framework verwende, erkennen vernünftig eingestellte Mailserver, dass diese Mails gefälscht sind.

Der Backscatter sind gefälschte Mails, die an nicht existierende Mailadressen verschickt werden. Der empfangende Mailserver beantwortet dann mit einer Unzustellbarkeitsnachricht an Adressen von mir, welche in der ursprünglichen Mail missbräuchlich verwendet wurden.

Dennoch an dieser Stelle der Hinweis für Leute die danach Googlen sollten.

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Since sunday I receive some backscatter mail with faked adresses. These have links in it to untrustworthy sites, are in englisch and look like typical spam.

Somebody found an open mail relay and is able to send mail in other people’s name via these wrong configured servers. Thanks to the Sender Policy Framework a properly configured mailserver is able to identify this faked mail.

The backscatter are faked mails which are sent to not existend mailadresses. The receiving server answers with a mail delivery error to my adresses. These where missleading used in the spammails.

This notice is for people searching why this happens.

Ein Stück Sternburggeschichte

Von Mainboarder am 14.06.2015 veröffentlicht
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Sternburg. Der Stefan Raab unter den Bieren. Vor einiger Zeit hatte ich die Gelegenheit in bester Begleitung die alte Brauerei zu besuchen.

Brand

Der abgebrannte Dachstuhl

Recht weit außerhalb des Zentrums wurde es nötig S-Bahn zu fahren und danach noch ein Stück zu laufen. An den äußersten städtischen Ausläufern Leipzigs liegt das Gelände. Auf der einen Seite der Felder liegt der Flughafen, auf der anderen Seite ein als Dorf anmutendes Leipzig mit dem ehemaligen Braugelände des Kultbieres.

Schon mehrfach hat es hier wohl gebrannt. Da wirkt es nicht ganz zufällig, dass eine Feuerwache direkt in der Nähe ist. Es sollen wohl Brandstifter gewesen sein. Wenn dem so ist, sind das Idioten. Warum sonst würde man irgendwo etwas ohne Sinn anzünden?

Strom

Eine Stromleitung im Turm

Der merkwürdige Raum

Beim Anschauen des ersten Gebäudes sah alles noch recht unspektakulär aus. Bis uns auffiel, dass in einem Raum etwas komisch ist. Überall klebten Damenbinden. Am Türrahmen, an der Decke, an der Wand. Die Fenster waren mit grüner Farbe eingesprüht. Wie sich herausstellte um den Raum abzudunkeln. Gegenüber eines Fensters stand eine Couch. Unter einem anderen Fenster lag dagegen eine Matratze mit Bettdecke. Ich dachte zuerst daran, dass ein Obdachloser hier wohnen würde. Als einem die Papierverpackungen von Spritzen auf dem Boden auffielen, war aber klar, dass der Raum denen vorbehalten war, die man so nicht wirklich wahrnimmt. Die, die immer verdeckt ihren Schuss “genießen” oder versuchen nicht wieder affig zu werden.

Reifen

Reifen im Licht

Es war nicht der erste dieser Räume in denen ich stand. Immer aus Versehen bei solchen Touren hineingeraten, zum Glück nie jemanden angetroffen.
Eins haben die Räume gemeinsam. Sie sind dunkel, überall liegen die Verpackungen der Spritzen und es sind die Räume, die möglichst weit weg vom Zugang sind.

Wir drehen um und gehen in den Keller. Wie das Gebäude bisher auch nicht sonderlich sehenswert. Bis auf einen Weg noch weiter herunter, den wir aber nicht nehmen.

Sterni

Um Abenteuer zu erleben, ist ein Sterni nie verkehrt.

Sag dem Abenteuer, dass ich komme…

Danach geht es in ein großes Haus mit abgebranntem Dachstuhl. Die Treppen schlingen sich um einen Lastenaufzug. Die Etagen sind leer, der Betonboden feucht und Moos wächst. Kein Wunder, wenn kein Dach mehr da ist. Lange steht das Gebäude vermutlich nicht mehr.

Oben steht eine Holztreppe, sie führt in einen Turm. Hier haben Leute einen – wie ich finde – schönen Spruch an die Wand geschrieben. Theoretisch könnte man mit einigen Umständen auf das Dach, aber da wäre man wie auf dem Präsentierteller.

Das eigentliche Braugebäude

Riesige Löcher und Graffitis

Riesige Löcher und Graffitis

In einem weiteren Gebäude wird es dann wirklich interessant. Riesige Löcher sind im Boden. Darüber sind auch noch große Löcher in der Decke. Ein entferntes Rohrsystem muss durch alle Etagen gegangen sein. Vereinzelt sieht man sogar noch Kupferelemente auf denen Tauben sitzen.

Auf dem Weg nach oben ist ein Lichtschalter der eine rote Leuchtdiode hat. Und sie leuchtet. Das ist irritierend in einem Abrisshaus. Aber später klärt sich auf wozu er da ist.

In den einzelnen Räumen sind immer wieder recht gute Graffities. Obwohl ich die meisten im Alltag nicht besonders gut finde und offenbar keinen Zugang dazu habe, gefällt mir eines besonders gut.

Ein toller 3D-Effekt

Ein toller 3D-Effekt

Auf dem Weg zum Dach sehe ich eine neu gebaute Kammer im Dachgeschoss. Kabel gehen auf das Dach und es wird klar: hier stehen Mobilfunkantennen.
Auf dem Dach schauen wir uns um, man sieht den Flughafen und den Diamanten von Porsche. Ansonsten scheint nicht viel los zu sein hier draußen.

Ein “letztes” Gebäude

Über zwei Kelleretagen erstreckten sich diese Kühlkammern

Über zwei Kelleretagen erstreckten sich diese Kühlkammern

Auf in ein letztes Gebäude. Wie sich herausstellt, scheint es hauptsächlich aus Keller zu bestehen. Über zwei Kelleretagen erstrecken sich in völliger Dunkelheit Kühlkammern. Hinter kleinen Löchern finden sich recht große Räume in denen man noch relativ viel Platz hätte. Die Wände entlang der einzelnen Kammern sind gefliest und es hat etwas von diesen typischen Gruselfilmen. Aber mein Akku der Taschenlampe hält durch, Handyblitzlicht ist auch dabei, wir hören keine merkwürdigen Geräusche und teilen uns nicht auf.

Dann aber geht noch tiefer. Ein riesiges Gewölbe, drei Etagen unter der Erde erstreckt sich da. Man kann gar nicht alles einsehen und Fotografieren auch nicht, da der Blitz zu schwach ist, alles so auszuleuchten, dass man fokussieren könnte.

Gerade als ich loslaufen will fällt mir etwas auf. Das Lampenlicht auf dem Boden sieht merkwürdig aus. Ich werfe einen Stein und stelle fest: alles voller Wasser. Sicherlich 30 cm tief und total klar. Hier muss die Entdeckungstour in diesem Gebäude enden.

Die besten Tweets im Mai

Von Mainboarder am 2.06.2015 veröffentlicht
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