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Frauen haben andere Probleme als ein generisches Maskulinum

Von Mainboarder am 11.06.2013 veröffentlicht
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Es gab, vorsichtig ausgedrückt, viel Feedback auf einen Beitrag bei SPON. Er titelte “Guten Tag, Herr Professorin” und sprach von textueller geschlechtsunabhängiger Gleichberechtigung.
Gibt es nicht wichtigere Probleme?

Eine etwas (un)glücklich gewählte Formulierung führte unsere Medien in die Irre. Der Spiegel titelte etwas von Gleichberechtigung und “Guten Tag, Herr Professorin”. Auch der Anreißertext ist missverständlich formuliert. Dies scheint für einige Medien genug gewesen zu sein, um zu behaupten, dass man nun so an der Universität Leipzig seinen bis dato Professor anzusprechen hat.

Fakt ist, die für den alltäglichen Sprachgebrauch vergleichsweise unbedeutende Grundordnung der Universität wird grundsätzlich in weiblicher Form erscheinen.

Aber auch das wird im Spiegel als Novum gefeiert. Ein Dokument aus dem Jahr 2006 des Karlsruher Institut für Technologie (KIT) beweist, so neu ist das gar nicht.

Mit Alliterationen in den Wahlkampf - Wanka´s Geschlecht ist mit 32,8% unterdurchschnittlich stark vertreten im Bundestag CC BY-SA 2.0 dank sludgegulper

Mit Alliterationen in den Wahlkampf – Wanka´s Geschlecht ist mit 32,8% unterdurchschnittlich stark vertreten im Bundestag
CC BY-SA 2.0 dank sludgegulper

In Wirklichkeit ist mit diesen anderen Formulierungen aber niemanden geholfen. Die Debatte ist in eine ergebnislose, unbedeutende Richtung abgedriftet, die Hardliner-FeministInnen freut, die meisten Leute aber kalt lässt.

Da die männliche Form kürzer und gewohnter ist, finde ich diese auch angebrachter.
Umgewöhnen nervt, was man an unseren Rechtschreibreformen gemerkt hat.
Nur weil jemand das Wort Physiker verwendet, sagt er noch nicht, dass Marie Curie und andere Physikerinnen unwesentliche Erkenntnisse zu unserer heutigen Physik beigetragen haben.
Das mag etwas konservativ sein, aber warum seine Energie in so etwas stecken, wenn man gleichzeitig für eine Gleichbezahlung kämpfen könnte?

Woher kommt das nun aber, dass man nur weiße, bärtige Männer vor dem geistigen Auge sieht, wenn man von Professoren und Dozenten spricht? Nicht durch irgendwelche Formulierungsrichtlinien von Grundordnungen. Sondern weil es entweder der Stereotyp will oder es so ist.
Wenn man sich einen Friseursalon vorstellt, sehen viele sicher zuerst die Frauen und dann homosexuelle Männer als Angestellte vor sich. Das wird aber nicht durch die Hausordnung die dort aushängt beeinflusst (wer liest die schon?), sondern durch unsere Erziehung/Beeinflussung oder Ist-Zustände.
Die Hausordnung umzuschreiben ist da ein Weg mit sehr limitiertem Erfolgsmöglichkeiten.
Wenn man also Gleichbezahlung und Chancengleichheit (was für mich nicht gleich Frauenquote ist) durchsetzt, wird sich auch das Bild vor den geistigen Augen ändern.

Hochwasser an der Mulde in Grimma und Wurzen

Von Mainboarder am 2.06.2013 veröffentlicht
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Die Polizei ist mit verschiedenen Kräften im Einsatz

Die Polizei ist mit verschiedenen Kräften im Einsatz

verschiedene Straßen werden durch die Mulde überflutet

verschiedene Straßen werden durch die Mulde überflutet

verschiedene Straßen werden durch die Mulde überflutet

verschiedene Straßen werden durch die Mulde überflutet

Parkplätze wurden gesperrt

Parkplätze wurden gesperrt

Die Mulde ist weit über die Ufer getreten

Die Mulde ist weit über die Ufer getreten

Die Mulde ist weit über die Ufer getreten. Bis zu 100 m reicht das Wasser in die Stadt

Die Mulde ist weit über die Ufer getreten. Bis zu 100 m reicht das Wasser in die Stadt

Die Eingänge sind notdürftig geschützt

Die Eingänge sind notdürftig geschützt

Sandsäcke liegen vor den Fenstern und Türen

Sandsäcke liegen vor den Fenstern und Türen

Dieses beliebte Lokal ist stark betroffen

Dieses beliebte Lokal ist stark betroffen

Der Deich wird untersucht

Der Deich wird untersucht

Das Hochwasser steht auf kritischer Höhe

Das Hochwasser steht auf kritischer Höhe

Sand wird zur Verstärkung des Deichs angeliefert

Sand wird zur Verstärkung des Deichs angeliefert

Die Polizei sperrt die Straßen

Die Polizei sperrt die Straßen

Auch das THW ist im Einsatz

Auch das THW ist im Einsatz

Weitere Einheiten rücken zur Verstärkung des Deiches an

Weitere Einheiten rücken zur Verstärkung des Deiches an

Weitere Einheiten rücken zur Verstärkung des Deiches an

Weitere Einheiten rücken zur Verstärkung des Deiches an


 

Ein Jahr Polizeiblog: die Zusammenfassung

Von Mainboarder am 30.05.2013 veröffentlicht
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Seit etwas über einem Jahr sammle ich nun unter polizei.mainboarder.de Medienberichte über potentielle Polizeigewalt (zunehmend aber auch potentielle Justizwillkür). Ein Feld, bei dem es schwer ist auf Fakten zu stoßen. Mein Eindruck.

Bilder die man häufiger sehen möchte: Fans der englischen Nationalmannschaft posieren mit Polizistinnen CC BY-SA 2.0 dank Photocapy/Flickr

Bilder die man häufiger sehen möchte: Fans der englischen Fußballnationalmannschaft posieren mit Polizistinnen
CC BY-SA 2.0 dank Photocapy/Flickr

Es sind bekannte Fälle, wie der Mann im blauen T-Shirt, die mich aufmerksam machten. Immer und immer wieder traten Fälle über Polizeigewalt in die Öffentlichkeit. Die Polizei, die, die eigentlich für Ordnung sorgen sollten.

Ich wollte nachprüfen, wie es wirklich ist. Bei youtube findet man das eine oder andere recht eindeutige Video zu verschiedenen Fällen. Auch Reportagen dazu finden sich einige.
Es könnten Berichte von Chaoten sein, die da aufschlagen. Aber die Videos sprachen für mich dagegen.

Glücklicherweise haben immer mehr Menschen eine Kamera zur Verfügung, die die Arbeit der Polizei auch aus anderer Perspektive zeigt und womöglich sogar vervollständigt.

Nachdem ich weiter über Berichte stolperte, die nicht von irgendwelchen merkwürdigen Seiten kommen, sondern von Nachrichtenseiten und Leitmedien, dachte ich mir: das sollte ich besser sammeln und zusammentragen.

Das war am 23. Mai 2012. Seit also gut einem Jahr sammle ich das, was ich an Medienberichten so finde, oder mir geschickt wird. 102 Berichte sind seitdem zusammengekommen. Also circa alle dreieinhalb Tage findet sich etwas Neues. Eine Masse, die nicht mehr bloß durch Chaoten erzeugt werden kann.

CC BY 2.0 dank m0gg/Flickr

Ein Polizist wird provoziert
CC BY 2.0 dank m0gg/Flickr

Erstaunlich ist, dass ich auch mehr und mehr Schwierigkeiten in der Justiz sehe und dass die Grenzen zwischen Exekutive und Judikative verschwimmen. Liefert die Polizei fragwürdige Arbeit, so kann man auch in den Prozessen oftmals sehen, dass Staatsanwaltschaft und teilweise sogar Richter zu streitbaren Ergebnissen kommen.

Gerade bei Durchsuchungsbeschlüssen stehen die Richter unter einseitiger Faktenlage der Polizei. Zudem kommt der Zeitdruck den die Richter haben und einer in meinen Augen bessere Entscheidungsfindung beeinflusst.

Weitere Probleme sehe ich bei Medien die durch die GEZ finanziert werden. Diese unterliegen dem Rundfunkänderungsstaatsvertrag und damit der Depublizierung. Das heißt diese Fälle über Polizeigewalt und Justizirrtümer werden innerhalb weniger Jahre aus dem Internet und der Öffentlichkeit getilgt.

Aber auch das Leistungsschutzrecht wirft Probleme auf. Da meine Zeit nicht reicht, die Fälle zu kommentieren und weiter aufzubereiten, verlinke ich meist nur darauf. Dabei würden Textschnippsel helfen, auf die ich aber komplett verzichte.

Positiv aufgefallen ist mir die Süddeutsche. Hier finden sich auch Fälle, die nicht von anderer Presse, oder nur am Rande behandelt werden.
Auch die taz macht etwas, was ich bei anderen Nachrichtenseiten vermisse: sie bleibt an besonders spannenden Fällen dran.
Es scheint mir, als hätte man ernsthaftes Interesse, den Themenkomplex in die Öffentlichkeit zu schieben. Da wo es meiner Meinung nach auch hingehört.

Lösungsansätze gibt es viele. Amnesty International hat einige vorgestellt. Ich glaube, dass neben einsatzweise rotierenden Nummernschildern auch das Geld helfen würde, was Herr Friedrich in Kameraüberwachung stecken möchte. Mehr und besser ausgebildete Polizisten sind weniger überfordert in schwierigen Situationen und behalten einen kühlen Kopf.

Diebstähle und Bearbeitungszeiten

Von Mainboarder am 25.05.2013 veröffentlicht
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Hier in Leipzig sind Fahrraddiebstähle nicht selten. Mir wurden in 4-5 Jahren ca. 9 Fährräder gestohlen. Über Zustände die ich nicht verstehe.

In Leipzig gibt es zwei Sorten Fahrräder. Die guten, die man ca. eine Woche besitzt, bis sie gestohlen sind und die schlechten, die nicht mal irgendwer mitnimmt.
Bei mir ist es mittlerweile Standard stets zwei oder mehr Fahrräder zu haben. Ein schlechtes und ein gutes. Das schlechte, wenn ich nicht weit fahre und das Fahrrad unbeaufsichtigt in “Risikozonen” (z.B. Haltestellen) lassen muss und ein gutes, für weitere Strecken, wo ich jedoch um Risikozonen herum komme.

Um Weihnachten 2011 herum war ein schlechtes Rad von mir nicht mehr fahrbar. Da war ich so tollkühn mit meinem guten Rad am 23.12. zur Haltestelle zu fahren.
Als ich gegen 0 Uhr am 24.12. wieder zurück war, durfte ich laufen.

Nachdem ich geschlafen hatte, bin ich dann zur Polizei, eine Anzeige aufgeben. Eigentlich nicht in der Hoffnung, das Rad je wieder zu sehen. Drei Monate vergingen und ich erhielt Post, dass nicht mehr nach dem Rad gefahndet wird.

Fast zwei weitere Jahre vergingen, bis ich Post erhielt. Mein Rad ist gefunden, und man braucht Angaben zu den Eigentumsverhältnissen (ob eine Versicherung den Schaden reguliert hat).
Der zuständige Polizist teilte mir mit, dass Fahrrad wohl bei jemanden in der Gartenlaube gefunden wurde, der vermutlich systematisch einbrach (und offenbar ja nicht nur das).

CC BY-SA 2.0 dank Flickruser eirikso

CC BY-SA 2.0 dank Flickruser eirikso

Ich dachte das Wiedererlangen eigener Gegenstände von der Polizei wäre einfacher. Schließlich haben die Dienststellen ja naturgegeben 24h am Tag offen. So eine Art McDrive quasi. Wenn ich ein Rad brauche, geh ich hin, zeige meinen Ausweis unterschreibe und fahre mit dem Rad – meinem Rad – wieder ab.

Aber der Herr am Telefon klärte mich auf, so einfach ist das nicht. Es ist ein Beweismittel und muss noch in der Dienststelle verbleiben.

Drei Monate später, mittlerweile ist Ende Mai, rief ich nochmals an. Der Beamte teilte mir mit, dass der Herr, der das Rad gestohlen hatte sogar in Untersuchungshaft sitzt und der Staatsanwalt ein Sammelverfahren anstrebt.
Schön, oder auch nicht, das kann ich nicht beurteilen, sowas machen Gerichte.

Verwundert, was man eigentlich mit diesem Rad macht, habe ich einfach mal nachgefragt. Ich kann mir nämlich nicht vorstellen, dass es irgendeine Relevanz hat, einem Richter das Rad auf den Tisch zu stellen, mit dem Finger drauf zu zeigen und zu sagen: da, das hat die Polizei beim Angeklagten gefunden und war als gestohlen gemeldet.

Der Herr bestätigte mir meine Vermutung, dass das eben so nicht stattfindet. Einen Antrag, mir das Rad auszuhändigen hat der Beamte wohl auch schon zweimal gestellt. Ohne Reaktion.
“Aber was machen Sie oder der Staatsanwelt denn mit meinem Rad?”, fragte ich. Darauf er: “Nichts. Bei uns stapeln sich die Räder in der Garage und ich wäre froh Ihnen Ihr Rad geben zu können.”

Das machte mich dann etwas sprachlos.

Zudem mir diese Nacht wieder ein Rad gestohlen wurde. Ein Tag nach dem Gespräch also wieder.

Google Music ausprobiert

Von Mainboarder am 17.05.2013 veröffentlicht
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Der Musikdienst Google Music ist so etwas wie ein privates Simfy, Spotify und Co. Mit einer Extraoption: man kann eigene Musik hochladen bzw. scannen lassen und diese ist dann auch online verfügbar.

Die Oberfläche von Google Music

Die Oberfläche von Google Music

Schon länger habe ich einen Zugang zu Google Music gehabt. Auch einige kostenlose Titel waren in meiner Bibliothek. Allerdings habe ich es nie intensiv genutzt, da man eine Software herunterladen sollte um die eigene Bibliothek scannen zu lassen.

Ich habe mir nun eine virtuelle Maschine gebastelt. Da kann die Software gerne scannen. Meine Musik ist auf einer externen Festplatte. Der entsprechende USB-Anschluss wird einfach in die VM durchgeschleift.

Vorteil daran ist: meine 100GB Musiksammlung mit ~18900 Titeln wird nun nach und nach online verfügbar. Nicht nur für Rechner, auch für Smartphones. In WLAN Netzen habe ich so immer meine gesamte Musikbibliothek dabei. Und das bis 20.000 Titel kostenlos.

Zuerst war ja Simfy mein Mittel der Wahl. Dies wurde aber kostenlos nicht mehr nutzbar zusammen gestutzt. Daraufhin besorgte ich mir einen Zugang zu Google Music, was bis dato nur in den USA verfügbar war. Der Dienst wird wohl auch hier in Deutschland eine Option mitbringen, die es gestattet für ca. 10€ im Monat sämtliche Musik anzuhören.

Für mich ist aber eher die andere Möglichkeit von Interesse. Erstaunliche 20.000 Songs kostenlos online abspeichern.

Jetzt bin ich dabei alles hochzuladen. Glücklicherweise scannt man die Titel auf schon vorhandene Verfügbarkeit. Wenn also ein Titel auf der Festplatte schon online verfügbar ist, so wird er nicht erneut hochgeladen, sondern einfach nur als auch für den entsprechenden Google Account hörbar markiert. Das spart Traffic und Zeit. Was bei der kommenden Telekom-Drossel und den Strompreisen durchaus Vorteile mit sich bringt.

Leider ist es so, dass Teilen-Funktionen auf der Strecke geblieben sind. Das hat aber sicherlich mit Lizenzen zu tun oder daran, dass ich kein Google Plus nutze. Aber an dieser Stelle sehe ich noch Verbesserungspotential.

Sehr gut ist dagegen, dass wenn Google Titel in besserer Qualität hat, diese automatisch zur Verfügung gestellt werden. So kann man also die eigenen Bibliothek auch Qualitativ (zumindest vom Sound her) verbessern. Auch lässt sich die Bibliothek wieder herunterladen.