GoDaddy is RFC ignorant

Von Mainboarder am 22.04.2015 veröffentlicht
Tags: ,

While taking a look into my abuse-incident-ticketsystem I recognized some 40 attacks from GoDaddy autonomous systems. As usual I sent them semi automatic to the given whois abuse adresses. Because of the relative high number of incidents I also asked the support whether there is something going on (like botnet or so). They wanted to know more information and so I passed a list of IP-adresses to them. They replied with just an IP-adress they can not help and asked for an incident ID which I should receive if I use a special abuse form on there website.

My reply was: I will not manually fill out over 40 forms – one for every abuse incident. Therefore are whois mailadresses and also RFC 2142. Indeed the abuse [] godaddy.com adress exists. I see in logfiles that all mails were received. I never received an answer that abuse reports can not be handled by this address.
There was also support [] godaddy.com mentioned but this is just an autoresponder with a link to the previously mentioned form.

This means GoDaddy outsources the manual part of abuse handling to attacked people, ignores a de facto standard of the internet and calls this appropriate internet behaviour.

If the attacks keep on going, I will have to nullroute some autonomous systems.

Dieser Beitrag ist in englischer Spracher verfasst, weil GoDaddy vorallem englischsprachige Zielgruppen hat und in Deutschland keine übermäßig großen Marktanteile besitzt.

Die besten Tweets im März

Von Mainboarder am 1.04.2015 veröffentlicht
Tags:

Faktenvalidierung bei ARD und ZDF

Von Mainboarder am 30.03.2015 veröffentlicht
Tags: , , , , , , , ,

Gefühlt ein sehr großer Teil der Leute in meiner Wahrnehmung sind mit der Berichterstattung nach dem Germanwings Flugzeugunglück zumindest unzufrieden. Gestern erfuhr ich, dass sowohl ARD als auch das ZDF mit einem Foto falsche identifizierende Berichterstattung betrieben. Nicht nur in Zeiten von “Lügenpresse”-Rufen mehr als peinlich.

Mit dem Flugzeugunglück wurden menschliche Abgründe sichtbar. So wie Journalisten witwenschütteln, ohne jegliche Rücksicht auf die direkt oder indirekt betroffenen Menschen und den daraus resultierenden Nachrichtenwert (Bilder von Trauer), bereitet es mir derzeit jedenfalls regelmäßig eine dicke Halsschlagader. Da wird spekuliert und politisiert, auf eine Art und Weise die einfach nur eklig ist.

Auch das öffentlich rechtliche Fernsehen, was wir mit Gebühren finanzieren, damit es nicht auf Werbung und Einschaltquoten angewiesen ist und sich auf vernünftige Berichterstattung konzentrieren kann, reiht sich in die Reihe der ethisch-abartigen Berichterstattung ein. Wobei ich mit dem Begriff Berichterstattung aus folgendem Grund vorsichtig wäre:

ZDF KorrekturBerichterstattung bezeichnet das Informieren über ein aktuelles Ereignis. Da beide Sender nun aber offenbar Bilder einer vollkommen unbeteiligten Person mit wohl entfernter Ähnlichkeit zum mutmaßlichen(!) Unglücksverursacher diesem auch zuschrieben, kann nur noch schwer von “Informieren” und Berichterstattung die Rede sein.

Es ist die Aufgabe von Journalisten Fakten zu sammeln, zu verifizieren und in einen sinnvollen Zusammenhang zu bringen. Alles was ich derzeit sehe ist das Fakten sammeln und in irgendeinen Zusammenhang bringen. Das bringt aber niemanden weiter.

Und gerade in Zeiten, wo Leute auf der Straße “Lügenpresse” rufen, sollte man nicht einfach der schnellste sein, sondern wirklich ehrliche Nachrichten bringen.

Es ist klar, dass nicht jedes Medienhaus alles vollumfänglich abdecken kann, aber wenn jeder Presseagenturmeldungen verbreitet, welchen Grund hat man, genau ein spezielles Angebot aufzurufen? Wäre es nicht sinnvoller, wenn sich jeder Journalist wirklich intensiv mit einem Thema befasst, statt die Person in die Öffentlichkeit zu zerren, die schon andere fälschlicherweise in die Öffentlichkeit zerrten?

Der Flugzeugabsturz von Flug 4U 9525 ist tragisch und etwas, das man niemanden wünscht. Die Reaktionen von Germanwings und Lufthansa zeigen aber, dass man auf solch ein Ereignis vorbereitet war.

Zunächst waren die Medien schneller als die Unternehmen. Das ist aber klar, intern werden diverse Checklisten durchgearbeitet und Pläne ausgelöst. Man will natürlich vermeiden, etwas zu bestätigen, was sich später als unwahr herausstellt. Außerdem hat der Vorfall selbst Priorität vor allem anderen, also auch vor der Information der Öffentlichkeit.

Mit der Bestätigung des Unglücks, waren sowohl die Websiten mit einer Vorschalte gestaltet, als auch die Auftritte in sozialen Medien in schwarz-weiß gefärbt.

gw-fb
gw-web lh-fb lh-webAuf der Website der Lufthansa gibt es im Kopfbereich immer eine Bilderreihe, meist mit Tipps für Reiseziele. Dass diese Art Werbung nach einem Flugzeugunglück nicht angebracht ist, ist klar und so wurde diese Tipps durch andere ersetzt. Am Tag des Unglücks warb man mit flexibler Umbuchung für “spontane Menschen”, einen Tag danach mit “Mehr Platz. Mehr Service. Mehr als zufrieden.”

Ebenso waren nahezu sofort kostenfreie Rufnummern verschiedener Stellen verfügbar.

Auch der Flughafen Düsseldorf hat mit einem eigenen, abgetrennten Bereich für die Angehörigen und Sichtschutzwänden im Zugangsbereich viel richtig gemacht. Auch hier gibt es eine weniger farbenfrohe Website, derzeit in einer abgespeckten Version. Vermutlich um den vielen Zugriffen stand zuhalten. Allerdings mit veralteten Informationen zum Unglück.

Diese Maßnahmen zeigen, dass in den Unternehmen ein entsprechender Desasterplan vorhanden war und funktionierte, denn nur so ist diese bislang angemessene Kommunikation möglich.

Auch wenn man immer wünscht, dass das Risikomanagement gerade in solchen Bereichen nie zur notwendigen Anwendung kommen muss, es ist gut es zu haben und klar zu kommunizieren. Gerade beim noch immer verschollenen Flug MH370 zeigte sich in der Wut der Angehörigen, dass gerade die Ungewissheit etwas Unerträgliches sein muss.

Da verstehe ich es nicht, warum da diverse Medien und vorgebliche Nachrichtensender wie n-tv und n24 Spekulationen aufstellen anstatt die Informationen zu verbreiten, die gesichert sind. Diese Spekulationen bringen niemanden etwas, außer dem Sender, der zuerst richtig geraten hat und dann wir im Kindergarten “Erster!” rufen kann.

Wenn man Wert auf ausführliche Informationen zu Luftfahrtvorkommnissen haben möchte, ist die Internetseite avherald.com empfehlenswert.

 

Wie der WLAN-Störerhaftungsgesetzentwurf AVM nützen kann

Von Mainboarder am 17.03.2015 veröffentlicht
Tags: , ,

Der viel diskutierte Störerhaftungsgesetzentwurf birgt, vermutlich in Verbindung mit der CeBIT, für den FRITZ!Box Hersteller AVM eine Chance. An den Twitteraccount des Unternehmens werden derzeit vielfach Wünsche für eine Freifunk-Unterstützung herangetragen. Noch muss der Support jedoch beschwichtigen und die Erwartungen dämpfen, da über eine Entwicklung dieser Funktion nicht entschieden ist.

Allerdings wäre es natürlich eine günstige Werbekampagne, wenn wieder ein merkwürdiger Gesetzentwurf betreffs Störerhaftung veröffentlicht oder gar umgesetzt wird und AVM just in dem Moment ein neues FRITZ!OS mit entsprechender Freifunk-Funktion an seine Kunden verteilt.

Da die FRITZ!Box in Deutschland ca. 68% Marktanteil hat, wäre eine Unterstützung für das Projekt Freifunk sicherlich eine Herausforderung aber auch ein Riesenschritt nach vorn.

Freifunk bietet einen öffentlichen, unbeschränkten Zugriff auf das Internet durch Bereitstellung der Internetleitung von Freiwilligen.