Zwei versteckte Tricks sind mir bislang bekannt, die WordPress über optionale Dateien anbietet. Dabei kann die Seite in einen Wartungsmodus gelegt werden, sodass kein Besucher mehr das Frontend (als den für nichangemeldete Benutzer sichtbaren Teil einer Website) besuchen kann.
Ein anderer Trick macht es möglich einen Hinweis zu zeigen, sollte es für das Content-Management-System (CMS) nicht möglich sein sich zur Datenbank zu verbinden.
Wartungsmodus
Der Wartungsmodus lässt sich einschalten, indem im WordPress-Rootverzeichnis (Ordner, worin wp-settings.php enthalten ist) die Datei “.maintenance” – ähnlich “.htaccess” - erzeugt wird.
Dabei kann man sogar wählen, ob die Seite bis auf Widerruf nicht verfügbar sein soll, oder automatisch am Tag X wieder erreichbar zu sein hat.
Dies lässt sich mit den folgenden Codezeilen, die direkt in die .maintenance eingefügt werden müssen bezwecken:
<?php $upgrading = time(); ?> -> Seite bis auf Widerruf offline
<?php $upgrading = 1303259380; ?> -> Seite bis 20.04.2011 01:30 offline
Die angegebene Zahl ist ein Timestamp. Dieser gibt die Sekunden nach dem 01.01.1970 an. Um die einzugebende Zahl zu errechnen ist dieser Rechner nützlich.
Diese Methode hat jedoch einen elementaren Nachteil: Auch das Backend ist nicht mehr erreichbar. Aus diesem Grund hat sich der Blogger Schnurpsel folgenden Schnippsel ausgedacht:
<?php
$url_parts = parse_url( $_SERVER['REQUEST_URI'] );
$path_parts = pathinfo( $url_parts['path'] );
$dir_parts = explode( “/”, $path_parts['dirname'] );
$dirname = end($dir_parts);
$filename = $path_parts['basename'];$is_admin = ’wp-admin’==$dirname || ‘wp-admin’==$filename;
$is_login = ’wp-login.php’==$filename;if( $is_admin || $is_login )
unset( $upgrading );
else
$upgrading = time();
?>
In der vorletzten Zeile findet sich die Zeitangabe wieder. Diese lässt sich adäquad zu den zuvor beschriebenen Methoden handeln.
Wird nun die .maintenance aktiviert, so erscheint die recht sachliche, aber wenig informative Mitteilung: “Briefly unavailable for scheduled maintenance. Check back in a minute.”
Auch hier hat WordPress mitgedacht und stellt die Option zu Verfügung die Datei maintenance.php ebenfalls im WordPressinstallationsordner zu erstellen. Jedoch kann hier nur mit den üblichen Websitesprachen gearbeitet werden, die WordPressfunktionen stehen weitestgehend nicht zur Verfügung.
Eine nette Fehlerseite mit dem PHP-Code 503 (Service unavailable), einem Text und einer Grafik ist aber ohne Probleme machbar.
Der Fehlercode sollte natrülich nicht vergessen werden, da sonst das Servermonitoring (falls vorhanden) keinen Fehler erkennen kann. Auch Suchmaschinen würden die Fehlertexte in den Index aufnehmen.
Eine weitere Methode der Wartung ohne “Zeitschaltuhr” werde ich in den nächsten Tagen vorstellen.
Datenbankhinweis
Manchmal kann es vorkommen, dass WordPress keine Verbindung zur Datenbank aufbauen kann. Dies kann einerseits an falschen Zugangsdaten liegen, oder dass der Datenbankserver nicht erreichbar ist.
In diesen Fällen ist es schade, wenn ein ebenso einfallsloser Text steht, wie bei dem Wartungsmodus ohne spezielle Konfiguration.
Doch dafür kann man im Ordner “wp-content” die Datei “db-error.php” anlegen und aufhübschen. Natürlich sollte auch hier – wie bei dem Wartungsmodus - auch nicht der PHP-Fehlercode vergessen werden.
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Sobald neue Informationen zu diesem Beitrag vorliegen, wird er aktualisiert.
