Es ist beschlossene Sache, dass die Bundeswehr in Kundus “den Frieden im Notfall mit Gewalt verteidigen muss”. Mittlerweile hat man den Einsatz auch als Krieg deklariert. In den Medien häufen sich die Berichte über gefallene Soldaten – egal zu welcher Einsatztruppe sie gehören.
Das dabei von der Front auch traumatisierte Soldaten wiederkommen bzw. zu Hause psychisch erkranken, dürfte dann eigentlich logisch nachvollziehbar sein. Das ist es sicherlich auch, dennoch will der Bund oft keine Wehrdienstbeschädigung feststellen.
Wenn bei 600 Wehrdienstbeschädigungsverfahren weniger als ein Drittel anerkannt werden, so äußert sich jedoch auch der Wehrbeauftragte Robbe kritisch: “Dann muss man schon fast unterstellen, dass auch System dahinter steckt, die Zahl der Anerkennungen künstlich niedrig zu halten.”
Es ist nicht nachvollziehbar, wenn man schon den Schritt gewagt hat, den Einsatz als Krieg zu bezeichnen, die Soldaten nicht mit ausreichend Material zu versorgen, oder ihnen bei psychischen Schäden einen Ausgleich zu verweigern.
Man musste bei dem Einsatz damit rechnen, dass dieser zum Krieg eskalieren könnte. Wenn dazu jedoch zu wenig Geld da ist, um diesen zu führen, so kann man ihm jedoch nicht beitreten.
Ebenso ist es keine Diskussion wert über einen Abbruch nachzudenken. Man kann sich nicht einfach zurückziehen, wenn es schwierig wird. Dann wäre die Mission gescheitert und alles Geld sinnlos verprasst, ja sogar mit der Gefahr behaftet, sich selbst Terroranschläge ins Land zu holen, da man sich rächen will.
[Update 15.04.2010 21:10 Uhr]
Aus aktuellem Anlass empfehle ich folgenden Beitrag des ZDF.
[Update 18.04.2010 21:30 Uhr]
Meine Meinung ist überholt. Im folgenden Artikel ist dies näher beschrieben.
Bild: via www.pixelio.de
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