10.06.2010

Kommentar: Die Reform der GEZ

Von Mainboarder
Tags: , ,

Seit der letzten größeren Diskussion um neue Gebührenmodelle der GEZ im Dezember ´09 hat man vorerst nicht mehr als normal von der Gebühreneinzugszentrale gehört.

Doch man hat sich Gedanken gemacht, wie man den Grundvorschlag der höheren Einnahmen und Beweislastumkehr auf höheres Verständnis stoßen lassen kann.

Da es sich um eine versteckte Gebührenerhöhung handelt, finde ich das neue Modell indiskutabel. Das Werbeverbot der öffentlich-rechtlichen Sender ist nicht mehr vorgesehen. Zudem werden alle Haushalte zur Kasse gebeten, dabei spielt es keine Rolle, ob empfangsbereite Medien in den Haushalten bereitgehalten werden.

Das damit auch noch der Verwaltungsaufwand herabgesetzt wird ist ein positiver Effekt, der natürlich weniger Kosten verursacht und sich indirekt wiederum die Einnahmen erhöhen.

Die Beweislastumkehr wurde nun ummodelliert. Es ist einfach für jeden Haushalt die GEZ-Gebühr zu entrichten und man geht noch weiter, auch Betriebe müssen nun zahlen.

Und nicht genug, durch das Gesetz werden die Rundfunkanstallten quasi an den Staat gebunden, obwohl zur Staatsferne verpflichtet sind, aber durch die Haushalte der BRD finanziert werden. Damit wird der ohnehin bestehenden Kritik, dass das ZDF wohl eher CDU-TV heißen sollte nicht wirklich entgegengewirkt.

Fortschritt und Moderne sieht anders aus. Die GEZ bleibt bestehen und das System wird noch verkrusteter gestalltet. Reüsieren tut nicht die Allgemeinheit sondern die GEZ.

Links zum Thema
Sie könnte auch interessieren:
  1. Kommentar: Neue GEZ-Geschäftsmodelle im Gespräch
  2. Kommentar: Die FDP und die Spendengelder
  3. Kommentar: Lebensmittelklarheit.de überfällig und kein Pranger

Sobald neue Informationen zu diesem Beitrag vorliegen, wird er aktualisiert.

  1. [...] finde es ziemlich blamabel, dass eine Sendeanstallt, die durch uns finanziert wird (und in Zukunft noch mehr einnehmen könnte), eine so simple Gegenleistung nicht erbringen [...]

co-heady