Ich gebe es zu, auch ich war Verfechter der Piraten in der Zeit um die Bundestagswahl. Sie schienen für mich eine Lösung für konkrete Probleme im Internet und zum Thema Datenschutz gehabt zu haben. Das dabei die Erwartungen hoch waren und die Mitglieder dennoch zu wenig, war fast zu erwarten, jedoch aber kaum in diesem Ausmaß:
Meine persönliche Meinung für die Zukunft der Piraten war bislang noch relativ optimistisch. Wenn man weiterhin so um mehr Mitglieder kämpften würde wie zur Bundestagswahl, dann würde das den Erfolg auch weiter vorantreiben. Das nun jedoch fast gar nichts mehr geschieht ist dabei nicht nur ein Problem der kritisierten Partei, sondern durchaus überall zutreffens.
Meine Kritik im Detail
Mein bisher größter Kritikpunkt war die Art und weiße der Präsentation der Piraten. Man hat immer diese auf mich autonom wirkenden Meinungen: gegen alles, nur was mir in den Kram passt wird akzeptiert. Dabei stützt die Website diesen Eindruck durch provokant formulierte Beiträge, wo zu irgendeinem Anlass etwas gefordert wird, ohne dabei konstruktive und anwendbare Vorschläge zu bringen.
Mich stört nicht, dass die Partei protestiert, mich stört allerdings die Art und Weise, es wird immer nur “Blöd” oder “Fein gemacht” gesagt. Politische Aktionen bewerte und kommentiere aber auch ich – als Privatperson, für solche Fälle benötige ich aber keine Partei.
Wenn man nicht intensiv weiter am Parteiprogramm arbeitet und sich um neue Mitglieder bemüht, so werden die Piraten eine schrumpfende Nerdpartei, nach Vorbild der FDP und CDU, wobei das Durchschnittsalter zu letzterer Partei erheblich abweicht. Leider unterstützen meine Befürchtungen die “aktuellen” grafischen Werbemittel, die noch die Partei zur Bundestagswahl anpreisen.
Man fährt die Kiste in den Schlamm
Der Streit um die Umverteilung des Forums ist natürlich auch weder mittelbar noch unmittelbar förderlich zum Selbstmarketing. Wenn in Privathände Userdaten gelangen, dann handelt es sich nicht um eine überlegte Aktion einer Partei, die die Privatsphäre schützen will. Auch intern wird das Thema heiß diskutiert. Eine Partei die basisdemokratisch aufgebaut sein möchte, sollte im Vorfeld mit dem Mehrheitsprinzip klären, ob es wirklich notwendig ist, die Daten einer Privatperson in die Hand zu geben.
Weitere unüberlegte und dümmlich wirkende Aktionen werden publiziert:
- Aaron König forderte die Bombardierung des Iran´s
- und André Stüwe unterstellte im gleichen Beitrag (Kommentar nicht mehr verfügbar) dem Spiegel indirekt Israel zu gehören und damit auch das Interesse hat dem Iran zu schaden.
Sicherlich würde jetzt manche Partei sagen, dass zumindest der letzte Punkt von jedem hätte verfasst werden können. Aber hier steht man endlich mal zu seiner Meinung.
Letztendlich sind die Piraten auch nur eine Partei.
Und da man ja schon in der Vergangenheit gerne Umfragen manipulierte, lasse ich es gleich bleiben eine zu erstellen. Bitte schreib mir deine Meinung in die Kommentare!
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Sobald neue Informationen zu diesem Beitrag vorliegen, wird er aktualisiert.

@Joe-Job (Gefälschter Name)
Ich bin auch kein Mitglied der Piraten oder einer anderen Partei
Mir erscheint der Beitrag etwas zu pessimistisch.
Die Piratenpartei wurde erst 2006 gegründet. Innerhalb recht kurzer Zeit ist sie in atemberaubender Weise gewachsen. Ist doch klar, daß es Schwierigkeiten gibt, wenn man schnell eine flächendeckende Parteiorganisation aufbaut und zu vielen politischen Fragen eigene Positionen entwickeln muß. Und gerade was den
Bitte betrachtet diese Schwierigkeiten nicht als Grund für einen Austritt, sondern als Anreiz dafür, noch ernsthafter und intensiver als bisher über die weitere Entwicklung zu diskutieren.
Ich bin fest davon überzeugt, daß wir diese Schwierigkeiten in den Griff bekommen können.
Das setzt allerdings ein Mindestmaß an Durchhaltevermögen der Mitglieder voraus. Die Piratenpartei hat aber den großen Vorteil, daß wirklich jeder mitmachen darf, während bei den etablierten Parteien der Grundsatz gilt: “Mitgliedsbeitrag zahlen und ansonsten Fresse halten”.
Ich meine, es lohnt sich, in das Projekt Piratenpartei zu investieren.
Danke für deine ausführliche Erläuterung deines Standpunktes. Leider fehlt noch im ersten Absatz das Satzende, ich habe es nicht wegeditiert. Füge dieses doch noch gerne via Kommentar an.
Auch wenn du gegen einen Austritt wirbst, so war ich nie Mitglied bei irgendeiner politischen Vereinigung und habe dies auch nicht in Zukunft vor.
Gerne sehe ich zu, wie ihr Defizite bekämpft. Wenn ich dabei mich wieder mehr angesprochen fühle werde ich die Piraten auch gerne wieder unterstützen. In der jetzigen Art möchte ich jedoch aus o.g. Gründen eine gewisse Distanz wahren.
Das ich dabei auf Unterstützer pessimistisch wirke erscheint mir logisch.
Wenn ihr dabei beim Kommentieren im Namen anderer auftretet, so wird sich meine Meinung auch in Zukunft nicht ändern.
Ich bin deiner Meinung, die Partei hat mal gut angefangen, da mochte ich Sie auch noch. Aber jetzt kann man auf die Piraten auch nicht mehr vertrauen. Bis jetzt ist mein Favorit die Grünen, mal sehen wie die sich machen.