Raspberry Pi als FM-Sender

Von Mainboarder am 14.11.2014 veröffentlicht
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Es geht auf den Winter zu und wird wieder (zu) früh dunkel. Das ist Bastelzeit. Und nachdem ich hörte, dass man den Raspberry Pi in einen FM-Radiosender verwandeln kann, googlete ich eine Anleitung. Schnell noch einen kleinen, dünnen Draht gesucht und zurecht gebogen. Der ist die Antenne. Danach die Software geladen, entpackt und ausgeführt:

Leider ist das Ganze in Deutschland so nicht legal. Der Raspberry Pi produziert eckige Wellen und Ober- und Unterwellen. Damit funkt er nicht nur in dem Bereich in dem er soll. Außerdem funkt er auch stärker (bei entsprechender Antenne) als mit den 50 nW, die in Deutschland erlaubt sind.

Raspberry Pi Heatsinks

Von Mainboarder am 12.11.2014 veröffentlicht
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Nachdem ich auf Amazon ein paar sehr günstige Kühlrippen für den Raspberry Pi (Amazon Partnerlink) entdeckt hatte, dachte ich mir, viel zu verlieren habe ich damit nicht und bestellte.

Ca. zwei Wochen später kamen sie an und ich konnte sie auf den Mikrocomputer kleben.

pisense_temp-week In der nebenstehenden Grafik sieht man dabei zwei tiefe Ausschläge. Der erste, am 6. November, zeigt dabei das Aufkleben der drei Kühlrippen auf die CPU/GPU, Spannungswandler und USB-/LAN-Controller.

Der zweite, tiefere Ausschlag am 9. November zeigt die Temperatur, bei offenem Case. Ich hatte eine Software getestet, die einen GPIO-Pin als Antenne nutzt um mittels FM Radio senden zu können (Beitrag folgt). Dafür musste ich das Case öffnen.

Für mich zeigt das, dass die Heatsinks bei geschlossenem Case die Temperatur des Cores lediglich um circa 1°C senkt. Bei offener Hülle ist dagegen der Temperaturverlust bei fast 10°C. Damit ließe sich dann auch recht sicher übertakten. Das mache ich derzeit aber aus diversen Gründen nicht.

Wer also den Raspberry Pi offen betreibt, oder mit ausreichend großer Schutzhülle, für den kann sich so ein Kühlkörperset lohnen. Nutzt man die mitgelieferte Verpackung als Hülle – wie ich – der hat vermutlich nur einen marginalen Effekt.

Offenbar, so berichten es mehrere Medien, will der BND jetzt verschlüsselte Internetverbindungen angreifen, indem bis 2020 4,5 Millionen Euro zur Seite gelegt werden, um sie auf einem Schwarzmarkt für unbekannte Sicherheitslücken auszugeben.

Exakt 25 Jahre nach dem Mauerfall und dem Ende des Unrechtsstaates DDR wird damit bekannt, die Überwachung in der BRD weiter auszubauen und aktiv Steuergelder verwenden um sie kriminellen Hackern gegen Sicherheitslücken anzubieten.

Dass damit sowohl Steuergelder veruntreut werden und an kriminelle Hacker ein falsches Signal gesetzt wird, scheint den BND nicht zu interessieren. Auch, dass die Endpunkte der verschlüsselten Verbindungen meistens ausreichend unsicher sind um einen Zugriff auf die Verbindung zu erhalten (was keineswegs besser ist).

Udo Vetter hat dazu auch ein paar gute Argumente.

Deswegen hier nun eine Stand November 2014 aktuelle Apache 2.2 SSL CipherList, welche die mir derzeit beste scheint:

Damit niemand die Liste auf dem Weg zu eurem Rechner manipulieren kann, muss diese Seite über SSL aufgerufen werden.

Allerdings sollte man auch möglichst auf AES im Galouis Counter Mode (GCM) verzichten, da es seit 2005 bekannte Schwachstellen hat.

Falls ihr meint, eine besser Cipher List zu haben, dann gerne her damit!

Was bringt spamfence aka. eXpurgate kostenlos?

Von Mainboarder am 3.11.2014 veröffentlicht
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spamfence von eleven aus Deutschland ist ein Virenfilter auf der Basis von eXpurgate für den privaten Gebrauch. Man verspricht über 99% Spamerkennungsrate, keine false Positives (als Spam erkannte legitime Mails) und einen Schutz vor Viren. Ich testete den Dienst.

Die Einrichtung von spamfence ist einfach. Anmelden und danach eine spamfence-Mailadresse erhalten. Mails hierhin werden gefiltert und weitergeleitet an frei definierbare Adressen.

Um den Filter ordentlich zu testen, richtete ich dafür Weiterleitungen von Honeypotadressen auf die spamfence-Adresse ein und beobachtete wie viel Spam durch den Filter kam. Damit ich nicht von Spam überwältigt werde und nur die false Negatives (nicht als Spam erkannte Mails) und legitime Testmails erhalte, habe ich eine Regel erstellt, die diese Nachrichten an eine von mir abgefragte Adresse weiterleitet.

Nachdem ich das System jetzt mehrere Monate so nutze, möchte ich nun ein erstes Fazit ziehen.

Täglich kommen teilweise mehrere false Negatives durch den Filter. Diese können eindeutig Spam sein: in Englisch, beinhalten das Wort Viagra oder “Angebote” die mit jeder Menge Geld zu tun haben. Im letzten Monat lag der fehlerhafte Anteil bei ca. 6%. In der letzten Woche dagegen bei ca. 10%.

Viren werden dagegen recht zuverlässig erkannt. Zumindest werden diese nicht regulär zugestellt, darauf kommt es an. Ob Mail mit Viren nun als Spam, Bulk oder Virus erkannt werden, ist für mich weniger wichtig.

Ob es einem zwischen 94-90% weniger Spam (sofern kein weiterer Spamfilter eingesetzt wird) wert ist, dass die eigenen Mails eine Firma mitlesen, speichern und verarbeiten kann, muss jeder selbst wissen. Mir ist es das nicht wert, da es aber eh nur Honeypots sind, warum nicht durch Spamfence schleußen. Vielleicht wird der Filter damit besser.