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Eine Abmahnwelle die zweifeln lässt

Von Mainboarder am 11.12.2013 veröffentlicht
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Derzeit – kaum einer dürfte es nicht mitbekommen haben – geht eine Abmahnwelle durch Deutschland. Darin wirft eine Kanzlei Anschlussbesitzern vor, bei einer Pornoplattform urheberrechtlich geschütztes Material heruntergeladen zu haben. Möglicherweise hätten die Abmahnungen nicht zustande kommen dürfen.

Abmahnungen, davon hat vermutlich jeder schon mal gehört. Es geht darum eine Person zum Unterlassen einer Rechtsverletzung außergerichtlich, aber rechtlich wirksam, aufzufordern.

CC BY 2.0 dank stephanski/Flickr

CC BY 2.0 dank stephanski/Flickr

Im Falle der aktuellen Welle gibt es aber Zweifel an der Rechtmäßigkeit. Die Ausmaße werden derzeit bei über 10.000 Abgemahnten verortet. Diese Anzahl lässt jedoch keine Einschätzung zu, ob die Abmahnung zulässig ist. Wenn tatsächlich 10.000 einen Rechtsverstoß begangen haben, muss dieser auch wirksam verhinderbar sein.

Vielmehr konzentriert sich die Kritik auf die Ermittlung der IP-Adressen.
Es wird vermutet, man habe eine ähnlich lautende Domain registriert und auf das eigentliche Angebot weitergeleitet, nicht ohne die IP-Adresse dabei zu speichern. Mehrere Abgemahnte behaupten, den Film nicht zu kennen oder gar die Plattform noch nie besucht zu haben bzw. zum Zeitpunkt nicht zu Hause gewesen zu sein und das WLAN mit einer aktuellen Verschlüsselungsmethode abgesichert zu haben.

Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass es nicht geklärt, aber laut Meinung von Rechtsanwälten nicht verboten ist, online Streams dieser Plattform zu schauen. Es handelt sich nicht um ein offensichtlich rechtswidriges Angebot. Zudem würde man den Film erst einordnen können, wenn er bereits gestreamt wird. Just im Moment des Vergehens wäre eine eigene Einschätzung also auch erst möglich.

Sollten diese Vorwürfe so stimmen, hätte das Landgericht Köln die IP-Adressen der Anschlussinhaber nicht an die Kanzlei herausgeben lassen dürfen.
Weil eine Kammer “geschlafen” hat, wissen jetzt tausende nicht, wie sie richtig handeln sollen. Die Kanzlei würde vermutlich genug Eingeschüchterte finden, die die Kosten zahlen damit sich so eine Aktion lohnt.

Was ist das für eine Gewaltenteilung? Sollte sich das wirklich so Bewahrheiten, sollten nicht nur Richter besser in Sachen Internet ausgebildet werden, es müssten ohnehin schon mehr eingestellt werden. Damit würde ein möglicherweise missverständlich formulierter Antrag nicht missverstanden werden können und jeder Fall entsprechend Zeit zugestanden werden.
Abgesehen davon sollte auch über das System der Abmahnung nachgedacht werden.

Mittlerweile laufen jedenfalls erste Gegenmaßnahmen an.


Meine Reaktion auf den Beitrag “Hellseherin sagt deutschen Sieg bei Fußball-WM voraus” in der Leipziger Volkszeitung vom 03.12. (Titelseite unten rechts).

Sehr geehrte Damen und Herren,

“Hellseherin sagt deutschen Sieg bei Fußball-WM voraus”, so lautet eine Überschrift auf der Titelseite in Ihrer Printausgabe vom Dienstag, 03.12.

Als ich dies lesen musste, war ich doch sehr verwundert welche Relevanzkriterin in Ihrer Redaktion offenbar gelten.

Mir ist nicht bekannt, dass der Beruf der Hellseherin geschützt ist. Grundsätzlich kann sich demnach jeder Hellseher nennen. Da auch kein Name in der Überschrift zu finden ist, gehe ich davon aus, dass die Person eher unbekannt ist.
Unter 82 Millionen Einwohnern ist es keine große Sache jemanden zu finden, der solch eine These vertritt. Zudem sind Erkenntnisse der Hellseherei wissenschaftlich bisweilen nicht belegbar.

Wie schafft es also eine Einzelmeinung einer x-beliebigen Person auf die Titelseite Ihrer Ausgabe?

Mir wurde gelehrt: Nachrichten sind etwas nicht alltägliches, berichtenswertes.
Diese “Nachricht” hat keinerlei Einfluss auf das Leben von Menschen, weder in Leipzig noch sonst irgendwo und wie bereits geschrieben wird es immer jemanden geben, der eine solche Behauptung äußert.

War die Nachrichtenlage bis Redaktionsschluss wirklich so spärlich?
Muss man in Zukunft weiterhin mit solchen Nichtnachrichten rechnen?
Was haben Sie sich von dieser “Information” erhofft?

Mit freundlichen Grüßen


Ich habe jetzt auch eine FRITZ!Box

Von Mainboarder am 3.12.2013 veröffentlicht
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Der Markt der Router ist sehr vielfältig. Von hinterher geworfenen Plastikkisten, die es bei DSL-Bestellung dazu gibt, bis hin zu Routern, die bei Providern stehen und schnell einen fünfstelligen Betrag kosten oder gar Router die 400 GBit/s leisten. Die FRITZ!Box scheint sich auch für den anspruchsvolleren Endanwender zu eignen.

Bislang hatte ich immer Speedports der Telekom bei mir stehen. An einem zweiten Standort kam eine congstar.box dazu. Vergleicht man beide Geräte, wird schnell klar, dass sie aus dem gleichen Werk stammen müssen. Die Bedienoberfläche ist bis auf das Design nahezu identisch.

Da ich in der Vergangenheit Probleme mit einer DSL-Leitung hatte, die aber glücklicherweise mittlerweile als behoben betrachtet werden können, tauschte ich damals auch meinen Uralt-Speedport gegen ein Mietgerät. Offenbar lag es nicht am Router, da die Probleme unabhängig vom Endgerät bestanden.

Nachdem ich nun aber den Uralt-Router aussortieren muss, da er nicht mehr zukunftssicher ist, was die IP-basierten Anschlüsse angeht, suchte ich mir wieder eine Kaufvariante. Experimente mit VPNs, die mich aufgrund fehlender GRE-Unterstützung verzweifeln ließen, machten mir abermals die Notwendigkeit des Umstiegs klar.

Nun gab es im jüngst vergangenen Cybermonday bei Amazon auch FRITZ!Boxen. Im Vorfeld verglich ich das Angebot und bin der Meinung ein zukunftssicheres, preiswertes Modell erhalten zu haben.

Gestern kam das Paket an und ich richtete alles erstmal grundlegend ein. Eine Internetverbindung war schnell hergestellt und ich klickte umher, was für kleinere Funktionen denn noch so mitkommen. Gut, DynDNS ist Standard, aber nicht NTP-Unterstützung. Ich könnte jetzt die Box als Stratum-Server im Netzwerk nutzen, habe mich aber entschieden, die Box und meine Netzwerkgeräte alle mit meinem Server synchronisieren zu lassen. So gibt es lediglich Fehler, die durch das jeweilige Gerät selbst hervorgerufen werden.

Sehr positiv angetan bin ich auch von der VPN-Funktion. Mir war nicht bekannt, dass sich theoretisch sogar FRITZ!Boxen untereinander zu einem VPN schalten lassen. VPN werde ich dann die nächsten Tage weiter testen.

Einen Gastzugang via LAN-Port kann man auch einrichten. Dieser ist dann vom internen Netz getrennt und hat kein Zugriff NAS-Funktion und andere Geräte. Auch hier werde ich in den kommenden Tagen schauen, ob sich das als Port für eine Art demilitarisierter Zone eignet. Google-Suchen versprechen zwar nicht viel, aber wer weiß.

Auch die genauen Statistiken zu Stromverbrauch, Traffic und Leitungsdaten sind mir bislang von den Speedports und der congstar.box nicht bekannt. Eigentlich wären dort gerade Trafficstatistiken notwendig, wenn sowohl Telekom als auch congstar drosseln wollen.

Bislang macht mir die FRITZ!Box jedenfalls einen recht soliden Eindruck und ich kann jetzt nachvollziehen, warum diese Geräte so weit verbreitet sind.
Die integrierte TK-Anlage wird in den nächsten Tage bzw. Wochen auch im Rahmen meiner Möglichkeiten getestet.

Meinen Telekom-Vertrag kann ich jetzt auch beruhigt auf IPv6 umstellen und wenn alles gut geht, dann in zwei Jahren kurz vor Einführung von Drosseltarifen wieder verlängern. Dann hätte ich die nächsten vier Jahre Ruhe.


TYPO3 UTF-8 Konvertierung wenn herkömmliche Wege fehlschlagen

Von Mainboarder am 2.12.2013 veröffentlicht
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Die letzten Tage beschäftigte mich eine TYPO3-Installation der Version 4.3. Das ist verdammt alt und diese sollte hochgezogen werden, soweit es möglich ist.

Zunächst habe ich erstmal alle Plugins soweit wie möglich aktualisiert. Da ist viel Trial-and-error dabei.

Danach musste bei Sourceforge die letzte TYPO3-Version 4.3 gefunden werden, damit ich von dort möglichst gleich auf 4.5 LTS kann.

Diese wurde auf den Server geschoben, entpackt und mit umgestellten Symlinks geprüft, ob noch alles funktioniert.

Wie der fortgeschrittene Benutzer merkt, habe ich Shell-Zugriff auf das System. Die Symlinks sind eine recht angenehme Art und Weise TYPO3 zu aktualisieren. Dabei werden fünf Symlinks erstellt: typo3, t3lib, index.php und typo3_src.

Nach dem Umlinken war der Update-Wizard am Zuge. Die Seite lief erstmal.

Nun war aber noch das Konvertieren in UTF-8 an der Reihe. Das war Anlass ein weiteres Datenbankbackup zu ziehen.

Normalerweise sollte der Befehl

mysqldump -u USER -pPasW0Rt datenbank_name > datenbank_name.sql

ausreichen.

Danach stellte ich sicher, dass die Kollation der Datenbank UTF-8 ist. Erstaunlicherweise war sie das schon.

Mit

mysql -u USER -pPasW0Rt datenbank_name < datenbank_name.sql

war aber kein Blumentopf zu gewinnen und das obwohl Notepad++ sagte, die Datei sei UTF-8 ohne BOM.

Grund für den Fehlschlag ist, dass die Werte nun doppelt UTF-8 kodiert vorliegen.

Meine Lösung sah dann wie folgt aus:

mysqldump -u USER -pPasW0Rt datenbank_name --default-character-set=latin1 > datenbank_name.sql

in dieser Datei steht – in meinem Fall – in der 10. Zeile “SET NAMES latin1″. Das latin1 muss durch utf8 getauscht werden.

Damit wird der Datenbank vorgegaugelt, dass die Daten im UTF-8 vorliegen. Das tun sie ja auch.

Nun läuft diese TYPO3-Installation auf 4.5 mit UTF-8. Es kann weitergehen.


Der Komponist Thomas Bergersen, der Mitbegründer von Two Steps From Hell, schreibt nicht nur erstklassige Trailermusik. Er ist ganz nebenbei auch noch eine richtig coole Sau.

Die Katastrophe auf den Philippinen veranlasste ihn zusammen mit Goldkehlchen Merethe Soltvedt den Titel “The Hero In Your Heart” zu produzieren. Darin fordert er auf dem Amerikanischen Roten Kreuz zu spenden oder den Song auf Amazon (habe den Link aus der Videobeschreibung für Deutschland angepasst) oder iTunes zu kaufen. Alle Einnahmen werden dann gespendet.

Unabhängig davon ist der Titel total episch.