Fazit: Norton hat gelernt
Symantec, bekannt für die Sicherheitssoftware Norton hatte bisher immer den Ruf recht unperformant zu sein. Nach einem Chat mit dem Sicherheitsexperten Candid Wüest vor über zwei Jahren, habe ich mir die Software nun mal wieder angeschaut.
Der Markt der Sicherheitssoftware ist einigermaßen umkämpft. Mit diversen Freemiumangeboten versucht man Kunden zu locken und zum Zahlen zu bewegen. Symantec hat das bisher immer anders geregelt. Meist ist bei neuen Computern von der Stange eine Testversion vorinstalliert.
Vor Kurzem dachte ich mir, ich schau mir mal an, inwiefern man denn an den Antivirensoftwares herumgeschraubt hat. Mittels virtueller Maschine und diversen Testfiles (unter anderem auch Eicar) mal herumprobiert.
Eicar ist nichts weiter als das bisschen Text als .com Datei abgespeichert.
X5O!P%@AP[4\PZX54(P^)7CC)7}$EICAR-STANDARD-ANTIVIRUS-TEST-FILE!$H+H*
Schlägt der Scanner an, so ist alles richtig installiert und man kann in den scharfen Test übergehen.
Eicar wurde natürlich erkannt, das war jedoch nur zum prüfen, ob alles richtig eingestellt ist. Und schon die Voreinstellungen sind für die meisten Anwender ausreichend sicher.
Nunja, dann habe ich das ganze System mal losgelassen und war doch überrascht. Gefahren zuverlässig erkannt, aber das muss auch sein. Interessanter waren die False-Positives und die Performance.
False-Positives sind Alarme, die fälschlicherweise ausgelöst werden. Schraubt man beispielsweise in der Hosts-Datei herum, so könnte es einen False-Positive geben, da der Scanner merkt, dass eine Datei verändert wurde, die für das System relevant ist und normalerweise von Viren verändert werden.
Norton Antivirus überraschte mich positiv. Erstaunlich wenige Falschalarme und die Performance ist mittlerweile auch optimiert wurden.
Wer also bequem ist und sich nicht mit kostenfreier Software schützen kann oder möchte, für den ist Norton eine Alternative, der man mal ins Auge fassen sollte.
